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Baumwerfer

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Vorname: da Gerd

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Beruf: Born to fish - but forced to work...

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Donnerstag, 2. November 2017, 15:50

Endlich Äschenzeit Teil 2

Von Gletscherwasser und einem angeknacksten Ego…

Ich entschuldige mich gleich mal vorab dafür, dass ich Titel von Knappe‘s Threat-Namen geklaut habe – aber, was soll ich machen, wenn es eine Fortsetzungsgeschichte ist…

Endlich Äschenzeit!

Es war nämlich so: Als ich Mitte Oktober in Sepp’s Bericht meinte, dass ich schon einige Jahre keine Äschen mehr gefangen hätte (meine letzte Äsche war eine 51er aus der Soca), lud er mich prompt auf einen Angeltag zu sich an die Drau ein.

Eine Einladung, die ich mir natürlich nicht entgehen lassen darf!

Äschenfischen im Herbst! Die Hochsaison für die sympathischen Stinker! Feine Vorfächer und Trockenfliege – Hell yeah!

Treffpunkt 13:00 Uhr direkt am Fischwasser – für mich eher spät (bin ein Frühaufsteher – allerdings nur bei der Fischerei) aber so hatte ich zumindest noch Zeit für einen schnellen Zwischenstopp in Villach, wo mir Salmo (aka Peter) die notwendige Landesfischerkarte aushändigte – und dann gleich eilig weiterschickte...



Am Fischwasser angekommen wurde ich bereits von Knappe erwartet und kurz ins Gewässer eingewiesen. Die erste Stelle – eine Bachmündung versprach auch gleich eine erfolgreiche Fischerei. Es war ordentlich Insektenfulg vorhanden, allerdings keine wirklche Aktivität an der Wasserobferläche – was aber nix heißen muss, weil Äsche trocken geht IMMER!

Die Drau ist in diesem Abschnitt mittelschnell fließend und hat einen leichten Gletscherwasser-Eintrag (ich glaub von der Isel in Osttirol?) was die Sichtigkeit etwas herabsetzt. Allergings macht sie das für mich nochmal extra attraktiv! Durch und Durch ein perfektes Fischwasser!

Allerdings musste ich gleich mal feststellen, dass meine Fertigkeiten, das Äschenfischen betreffend, ziemlich eingerostet waren – ich habe die letzten Jahre v.a. Forellen gefischt und die typischen „Äschenbussis“ allesamt versemmelt... Sehr peinlich! Einzig eine halbstarke (aber wirklich schöne) Regenbognerin konnte ich an der Stelle überlisten. Und das, obwohl mir Knappe „gentlemanlike“ den Vortritt überließ und mich an den augenscheinlich besseren Stellen fischen ließ… Es war wirklich wie verhext: Wenn ich den Biss nicht verschlief schlitzte der Fisch aus oder (was ich noch schlimmer fand) ich killte das Vorfach…



An der zweiten Stelle lief es ähnlich: Während Knappe zwei wirklich schöne Stinker an die Trockenfliege locken konnte, versemmelte ich gleich 3 Fische (einer davon wirklich Kapital) und begann massiv an meinen Künsten zu zweifeln.OK ich bin sicher nicht mehr so routiniert mit der Fliegenrute wie vor 2-3 Jahren – aber SO schlimm kann es dann wirklich nicht um mich stehen…





In solchen Situationen bin ich eigentlich der Typ, der den Tag als „OK oft geht blöd“ abschreibt und einfach heim geht. Oder sinnlose Fotos von der Gegend macht und dann den Ausflug unter „Landschaftsfotos“ ablegt. Allerdings hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil sich Knappe solche Mühe mit dem Ausflug gegeben hatte und ich genau wusste – ICH KANN DAS JA! Außerdem hatte ich eine defekte Speicherkarte in die Kamera eingelegt… Also nix mit „wenigstens ist die Landschaft schön“…

Langsam wurde es dämmrig und Knappe musste zurück zur Arbeit – von der Uferböschung rief er mir noch ein paar gute Tipps zu – und dann stand ich allein am Wasser…

Kurz vor Sonnenuntergang schien dann endlich der Knopf aufgegangen zu sein und ich konnte an der allerletzten Stelle, beim allerletzten Licht des Tages noch ein paar kleinere Äschen und eine bessere Regenbogen (ca. 30 cm) zum Landgang überreden so konnte ich meine Ehre zumindest teilweise wiederherstellen… Auch wenn mein Ego noch immer einen kleinen Knacks hat… :D

Aber wer weiß, vielleicht ist die Fortsetzungsgeschichte ja Dreiteilig – und der 3. Teil wird besser, ist ja meistens so:

Stirb Langsam 3
Rambo 3
Rocky 3
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Und hier zum Schluss noch ein Foto von einer von Knappe’s Äschen – man sieht am Foto gar nicht wie groß sie war – ich schätze mal knappe 40 cm… Ein makelloser Fisch!



PS: DANKE in jedem Fall lieber Sepp für den Ausflug! Und Danke an Peter (Salmo) für die unkomplizierte Abwicklung mit der Fischerkarte!

PPS: Noch ein Nachtrag zum Fischwasser selbst: Ich hab's Eingang schon erwähnt - Das Drau Revier verfügt, meiner Einschätzung nach, über einen sehr sehr gesunden, gut entwickelten Fischbestand (und sowas ist selten). Die Äsche ist sicher Leitfisch aber auch die natürlich aufkommenden Regenbogenforellen machen das Wasser sehr attraktiv. Ebenso die sehr gute Erreichbarkeit und Zugänglichkeit! Bestimmt versteckt sich auch der ein- oder andere fette Rotfisch in dem riesigen Fluss!
πάντα ῥεῖ